Unsere Mütter, unsere Väter

März 18, 2013

Gestern Abend lief im ZDF der erste Teil der Trilogie „Unsere Mütter, unsere Väter“. Er erzählt die Geschichte von fünf Freunden im Deutschland des Jahres 1941, die zusammen aufgewachsen sind und sich nun trennen. Die Brüder Friedhelm und Wilhelm müssen als Soldaten es an die Ostfront, auch Nesthäkchen Charlotte, dient dort als Krankenschwester. Greta versucht derweil in der Heimat ein Star zu werden, ihr Geliebter Viktor ist Jude. Für ihn gibt es in dem „neuen Deutschland“ der Nazis keinen Platz.
Der Film beginnt mit der Abschiedsfeier der fünf und dem Versprechen, sich zu Weihnachten wieder in Berlin zu treffen. Doch es kommt alles anders, als sich die fünf vorgestellt haben.

Der Titel des Filmes mag etwas unglücklich sein und auch setzt der Film etwas spät an, so erfährt man nichts über die Vorgeschichte des Quintetts, doch zeigt er recht eindrücklich, dass für die Träume der jungen Leute in Zeiten eines barbarischen Krieges kein Platz ist. Und, wer wie Greta doch die Chance hat, seinen Weg zu gehen, der kann dies nicht tu, ohne sich die Finger schmutzig zu machen und sich zu verkaufen. Und wie sagt es Friedhelm so deutlich: „Der Krieg wird nur das Schlechteste in uns zum Vorschein bringen.“

Sehr eindrucksvoller deutscher Fernsehfilm, dessen zweiten und dritten Teil (heute und am Mittwoch, jeweils 20.15h im ZDF) ich sicher nicht verpassen werde…

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Unter Wasser – Universum der Ozeane

Oktober 11, 2010

Gestern lief der erste Teil des Dreiteilers „Universum der Ozeane“. Die Bilanz ist aus meiner Sicht eine geteilte. Zum einen wurden viele interessante Themen angesprochen – laut Information sind bisher nur 10 Prozent der Tiefsee vom Menschen erkundet. Reichlich Stoff also für Wissenswertes und Unterhaltsames, das in vorbildlicher Form – in Animationen, nachgespielten Szenen und mit noch nie gesehenen Originalbildern gezeigt wurde. Die stammten aus dem gerade ausgelaufenen Großprojekt „Census of Marine Life„, in dessen Rahmen in den letzten zehn Jahren Wissenschaftler aus aller Welt die unbekannten Tiefen erforscht haben. Eine weitergehende Beschäftigung mit den Ergebnissen dieser bisher intensivsten Erforschung des Lebensraumes Meer lohnt sicher auch für interessierte Laien.

Die Präsentation des Spektakels übernahm Bestseller-Autor, Frank Schätzing. Der ehemalige Kreativdirektor einer Werbefirma, der auch schon mal für eine Unterwäschefirma warb, hatte sichtbar Freude daran, vor der Kamera und vor wechselnden, imposanten Kulissen den Erklärbär abzugeben – manche dieser Inszenierungen wirkten jedoch ein wenig überrissen. Alles in allem war das „Universum der Ozeane“ jedoch auch Dank Schätzings lockerem Auftreten bestes Edutainment.

Womit wir zur Kritik kommen: Ein roter Faden oder sagen wir lieber, eine schlüssige Choreographie fehlte dem Ganzen. So recht konnte der Zuschauer nicht verfolgen, warum was wie aneinandergereiht wurde. Beim TV-Konsumenten entstand so der Eindruck, dass die Macher des Terra X-Spezials sich ein wenig in der Fülle des Materials verloren haben und zu viel in die drei Mal 45 Minuten packen wollten. Etwas mehr Stringenz hätte der gepimpten Dokumentation gut getan… Nichts desto trotz werde ich mirt Teil zwei anschauen. Am dritten Sonntag habe ich leider schon etwas anderes vor.


Flimmertipps

Oktober 8, 2010

Ich habe zwei Flimmertipps für das ZDF ergänzt, für den 10. und den 11. Oktober. Ich werde ab sofort versuchen, regelmäßig auf interesssante Sendungen hinzuweisen…

Hier noch ein ziemlich guter Beitrag aus der Reihe Scobel zum Thema Lobbyismus: