Der (voraussichtlich) letzte Streich der Olsenbande

Juni 7, 2012

Zu DDR-Zeiten gehörten die Olsenbande-Filme zu den absoluten Kino-Kassenschlagern. Woran das lag, lässt sich heute nur schwer sagen. Zum einen wohl daran, dass die dänischen Komödien – neben Filmen von Pierre Richard und Louis de Funès) zu den wenigen Filmen gehörten, die es aus dem NSW (nicht-sozialistisches Wirtschaftsgebiet) auf die ostdeutschen Leinwände schafften. Viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass die schrägen Charaktere der Streifen große Sympathie genossen: der einfallsreiche aber etwas größenwahnsinnige Egon, der weinerliche aber gutherzige Kjeld und der lebenslustige aber schusselige Benny und ein ganzes Ensemble weiterer liebenswerter Figuren von Kjelds überdrehter Ehefrau Yvonne und seinem schlauen Sohn Børge, der so gar nicht nach dem Vater kommt, über die tollpatschigen Polizisten Mortensen und Jenssen bis hin zum genial-chaotischen Dynamit-Harry und dem fiesen, häufig nach Egons Leben trachtenden „Dummen Schwein“. Die wahrhaft bösen Gestalten der Olsenbande-Filme sind aber meist aalglatte Geschäftsleute und Politiker, die ihren dunklen Machenschaften im Schutz von Macht und Gesetz nachgehen. Die Olsenbande als echte „working class“-Vertreter wehrt sich mit ihren Mitteln gegen diese Gauner, was sicher auch zur Popularität gerade im Osten beigetragen haben dürfte.
Nicht minder wichtig für den Erfolg der dänischen Kleinganoven war der unglaubliche Erfindungsreichtum von „Bandenchef“ Egon immer wieder für Freude sorgte. Wer erinnert sich nicht an all die Beutezüge des Trios, bei dem mit minimalem Einsatz und perfektem Timing Panzer geklaut, Hochsicherheitssysteme überlistet oder finstere Gangster ausgetrickst wurden. Eines der Highlights der Serie ist sicher die Szene in „Die Olsenbande sieht rot“, in der Egon, Benny und Kjeld sich während eines Konzertes durch die Wände der Garderoben im Königlichen Theater hämmert, bohrt und sprengt – immer perfekt im Takt – um letztendlich eine kostbare Vase zu entwenden.

„Der (voraussichtlich) letzte Streich der Olsenbande“ entstand bereits 1974 als sechster Film der Reihe. Da der Film als Abschluss der geplant war, glückt der Olsenbande diesmal sogar ihr großer Coup, was die Drehbuchautoren aber nicht daran hinderte, später da weiter zu machen, wo die Filme bisher immer endeten: Egon sitzt im Knast und wird bei der Entlassung von seinen Kumpels Benny und Kjeld abgeholt. So beginnt auch dieser Film (nach einer kurzen Sequenz auf Mallorca, wo Egon Dank Yvonnes Fehler von der spanischen Polizei auf frischer Tat bei einem Einbruch erwischt wird). Als Egon aber diesmal aus dem Knast kommt, warten bereits der Geschäftsmann Holm-Hansen jr. Auf ihn, der für den Gentleman-Gauner einen Job hat. Egon fühlt sich zu höherem berufen und lässt seine Freunde einfach stehen. Sein Auftrag führt ihn in die Schweiz, wo er einen Safe, Franz-Jäger, Berlin, öffnen soll. In diesem hatte ein kürzlich verstorbener Geschäftspartner Holm-Hansens die gesuchten Bedford-Diamanten verwahrt. Egon löst seien Aufgabe ohne Probleme wird dann aber bei eingeschalteter Alarmanlage zurückgelassen. Es gelingt ihm trotzdem zu entkommen und eingeschlossen auf der Toilette eines Zuges nach Tagen wieder nach Kopenhagen zurückzukehren. Wieder einmal ist Egon „verarscht“ wurden. Seinen Kollegen ging es nicht viel besser; bei einem dilettantischen Einbruch in ein Kiosk erbeuteten sie ein kleines Trinkgeld statt des großen Hauptgewinns. Man findet also wieder zusammen und Egon sinnt auf Rache.
Die Bedford-Diamanten sollen an ein paar reiche Ölscheichs verkauft werden – das Geschäft wird in der Kopenhagener Börse abgewickelt. Auf dem Rückweg zum Flughafen klaut die Olsenbande die Diamanten mit Hilfe eines Busses, ein paar Ballons, eines kleinen Bootes mit überlangem Fahnenmast. Später geht Egon mit den Diamanten zu Holm-Hansen und es gelingt ihm mit einem Trick, das Geld (15 Millionen Dollar) einzusacken, währen der Bankier, der die Polizei bereits informiert hat, auf den gesuchten Diamanten sitzen bleibt. So geht diesmal der echte Schurke ins Gefängnis, Egon, Benny und Kjeld dürfen samt Anhang in den Urlaub fliegen…

Im Detail zu erzählen, wie die Olsenbande den Plan umsetzt, ist nicht sinnvoll, das muss man gesehen haben. Dabei ist allerdings darauf zu achten, dass man die ostdeutsche Synchronvariante erwischt. Einmal hatte ich das Pech eine westdeutsche zu sehen und das war eine echte Katastrophe. Im Westen war die Dänen „Massenware“ und so hatte man sich keine allzu große Mühe bei den Dialogen gegeben, die meist dümmlich statt witzig ausfielen. (Zudem ist es sowieso schwer, wenn bekannte Figuren plötzlich mit anderer Stimme sprechen.)

Sicher, der Humor der Olsenbande-Filme ist ein wenig antiquiert. Gelegentlich schaue ich mir die Komödien aber gern mal wieder an, auch weil sie ein Stück Kindheitserinnerung sind.

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Videospiel-Branche im Umbruch

Mai 11, 2012

Einen ausfühlrichen Artikel zum Thema gibt es bei Handelsblatt.de. Electronic Arts sagt den Launch eines „bedeutenden“Spiels ab und verschiebt diesen auf 2013 / 2014, die Abonnetenzahlen für die Onlinegames des Herstellers brechen ein, ebenso wie Absatzzahlen für Games und Konsolen aller Hersteller. Eienn Boom erleben hingegen Social Games wie Farmville auf Facebook. 


3D in Filmen und Videospielen

März 12, 2012

Die 3D Filmtechnik ist, spätestens seit dem Kinoerfolg von „Avatar“, jedem bekannt. Sie ist quasie die neueste, technische Errungenschaft der Unterhaltungstechnologie. 3D Filme bieten ein noch nie dagewesenes Kinoerlebnis, welches die Spielfilme noch realer und spannender erscheinen lassen. Der 3D Effekt sorgt dafür, dass sich der Zuschauer so fühlt, als würde er selbst im Film agieren. Natürlich dauerte es da nicht lange und die 3D Technik ist dabei, den Videospiele-Markt im Sturm zu erobern.

Auf dem Computer sorgt die 3D Vision Technik von Grafikriese NVIDIA für dreidimensionales Spielerlebnis. Mit Hilfe einer 3D Brille und einem 3D fähigen Monitor, kann man sich das unvergleichliche Feeling von 3D also auf den heimischen Computer zaubern. So werden die Videospiele noch viel realistischer und actionreicher als jemals zuvor. NVIDIA und andere Hersteller von hochwertigen Monitoren haben angekündigt, dass sie zukünftig mehr in den wachsenden 3D Markt investieren und die Spieler mit entsprechenden Hardware-Produkten versorgen werden. Wer in die Welt der 3D  Games abtauchen will, der findet Informationen, News und Previews zu 3D Spielen  auf Gamecell.de.

Auch Konsolenspieler müssen bald nicht auf den 3D Effekt verzichten. In absehbarer Zeit werden 3D Fernseher in den Alltag einziehen, über die bereits in diversen Technik-Foren diskutiert wird. In immer mehr moderne Fernsehgeräte wird inzwischen die entsprechende Technik eingebaut. Genau wie am Computer benötigt man auch für das 3D Erlebnis am TV eine 3D Brille. Aus News zu kommenden Konsolenspieltiteln geht hervor, dass die Spieleentwickler in Zukunft verstärkt auf 3D Games setzen werden. Derzeit gibt es allerdings, wie auch auf dem PC-Spielemarkt, noch nicht all zu viele Titel, welche die 3D Technik unterstützen. Dies soll sich aber sowohl für den PC als auch für die Konsolen radikal ändern.

Man darf gespannt sein, wie sich die 3D Technik weiterentwickelt. Als leidenschaftlicher Gamer sollte man für die Zukunft auf jeden Fall einplanen, sich einen 3D fähigen Fernseher oder PC-Monitor anzuschaffen, damit man diese beeindruckende Technik auch nutzen kann.


Neue Sender im TV

März 2, 2012

Laut PR-Dienstleister Cision erwatrten uns in nächster Zeit einige Neuerungen im Fernsehen. So bei den Bezahlsendern der ProSiebenSat.1 Media AG“. Neu zum Portfolio hinzu kommt „ProSieben fun“ als „Entertainment-Sender für die junge Zielgruppe“. Aus „Sat.1 Comedy“ soll „Sat.1 emotions“ werden, der Schwerpunkt liegt hier „auf moderner Unterhaltung mit Gefühl“. Vermutlich sind damit Serien wie „Verliebt in Berlin“ gemeint.
Sehr witzig finde ich das Zitat von Christoph Bellmer, dem Head of New TV „ProSiebenSat.1“ (was auch immer dieser Titel bedeuten soll): „Die Zuschauer bekommen unter unseren starken Programmmarken exakt das geboten, was sie erwarten. Damit setzen wir ganz bewusst noch stärker auf Qualität, denn wir sind von einem weiteren Wachstum im Bereich Pay-TV überzeugt.“ „Die Zuschauer bekommen genau was sie wollen“ und „Qualität“ in einem Satz zu nennen, finde ich schon reichlich verwegen. Wir kennen das ja bereits zur Genüge: Das kleinste gemeinsame Vielfache findet sich meist auf sehr niedrigem Niveau. Aber Hauptsache, die Bilder sind in HD bzw. SD, das macht ja schon 99% der Qualität aus 😉

Ex-RTL-Programmdirektor Helmut Thoma plant, uns ab April mit einem „Volks-TV“ zu beglücken. Das soll ein Mantelprogramm von 16 bis 18 Stunden für Kleinst- bzw. Regionalsender wie Rhein Main TV liefern. Dann müssen die nachts vielleicht keine albernen Softpornos, Gewinnspiele oder Küchengerätwerbungen mehr zeigen. Das wäre ja ein Fortschritt. Allerdings ist anzunehmen, dass auch Thoma nicht gerade Sternstunden des TV über den Satellit schickt. Schließlich soll’s das „Volk“ ja auch verdauen…


Sendungen im Fernsehen, die man nicht kennen muss, Teil 1 – Der Bachelor

Februar 29, 2012

Ich muss gestehen, dass ich mir viele Sendungen im Fernsehen durchaus mal anschaue, auch wenn ich sie für absoluten Schwachsinn halte. „Der Bachelor“ gehört ehrlich gesagt nicht in diese Reihe, weil ich es noch nie geschafft habe, mir eine ganze Folge anzuschauen. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, welchen Reiz diese Selektionsshow (eines meiner aktuellen Lieblingswörter für „DSDS“, „Voice Of Germany“ „Germanys Nexst Top Model“ etc.) haben soll. Ganz abgesehen davon finde ich es mal wieder absolut typisch für unsere ach so emanzipierte Gesellschaft, dass da eine Horde williger Weiber um die „Liebe“ eines „heißen“ Junggesellen kämpft. Warum macht man das nicht mal umgedreht, warum dürfen sich nicht mal die Kerle zu Deppen machen? Angeblich soll es ja auch bald eine „Bachelorette“ geben. Die SPD-Politikerin Sabine Bätzing hat das gut auf den Punkt gebracht: „Das Frauenbild, das dem Publikum vermittelt wird, ist erschreckend und erinnert mich an den arabischen Kamelhandel.“

Ehrlich gesagt, muss das Publikum, das solch ein Fernsehformat schaut, entweder extrem zynisch sein und Freude daran haben, wie sich Menschen zum Obst machen oder sie sind total bekloppt und halten das, was da geboten wird, für realistisch. Beides keine allzu schmeichelhaften Vorstellungen.

Achso: Worum geht es überhaupt? Es gibt also einen Typen, der Bachelor („Junggeselle“), den 25 bzw. in der zweiten Staffel 20 Frauen erobern sollen. Dazu gibt’s irgendwelche Gruppen- und Einzeldates, während der sich die Kandidatinnen bei dem Herren anschmieren sollen. Der Bachelor, verteilt dann Rosen und diejenigen Damen, die keine abbekommen, sind draußen. Der ganze Schmus wird natürlich an schönen Orten gedreht, in tollem Ambiente, damit der durchschnittliche Zuschauer auch richtig schön neidisch auf die „toll“ aussehenden Beteiligten wird. Am Ende gewinnt eine Kandidatin und, so sieht es das Drehbuch vor, sie und der Bachelor werden ein Paar und bleiben zusammen, bis sie gestorben sind. Amen.

Das ist natürlich Quatsch, weil dieser Fernsehverblödungsquatsch nicht das Geringste mit Gefühlen zu tun hat, sondern vor allem mit Publicity. Wer sich mal ein wenig mit Herkunft und weiterem Werdegang der zweihöckrigen „Kamele“ und Junggesellen beschäftigt, wird schnell merken, dass die „irgendwas mit Medien“ und Öffentlichkeit zu tun haben. Bachelor Paul z.B. war „Mister Hamburg 2009“, die Gewinnerin der ersten Staffel, Juliane Ziegler arbeitet als Fernsehr-Moderatorin. Andere Damen waren und sind als Models unterwegs.

Noch Fragen Hauser? Ja, Kienzle. Warum schauen sich die Menschen solch einen Quatsch an?
Wahrscheinlich weil sie ihr eigenes Leben für so farblos halten…


Salami Aleikum

Februar 22, 2012

Gestern Abend lief auf 3sat der deutsche Film „Salami Aleikum“. Obwohl ich Sachse bin, bin ich kein großer Wolfgang Stumph-Fan, trotzdem schaute ich mir den Film an. Keine schlechte Entscheidung, wie sich herausstellen sollte.

„Salami Aleikum“ ist eine Geschichte über die große Liebe, das Aufeinandertreffen von Kulturen, Tristesse und Hoffnungen. Allzu tiefgründig wird der Film dabei nicht, schließlich handelt es sich um eine Komödie. Trotz des tiefen Griffs in die Klischeekiste gelingt es den Machern, Verständnis für das Verhalten aller Figuren zu zeigen und diese nicht zu denunzieren. So richtig unsympathisch ist hier, anders als im realen Leben aber keiner.

Worum geht’s? Mohsen ist Ende zwanzig und wird von seinem Vater für einen Versager gehalten. Er soll irgendwann die elterliche Schlachterei übernehmen, kann aber kein Blut sehen. Er ist eher ein Schöngeist, liebt es sich in Bollywood-Traumweltwen zu flüchten, wenn das reale Leben mal wieder zu anstrengend wird und strickt gegen den Stress. Um zu beweisen, dass er doch die ihm zugedachte Aufgabe erfüllen kann, will Mohsen nach Polen fahren und dort preisgünstig Schafe kaufen.
Er standet in Oberniederwalde, ein kleines Dorf im ostdeutschen Nirgendwo, das seine besten Zeiten längst hinter sich hat. Die alte Textilfabrik rottet vor sich hin und doch haben die Dorfbewohner die Hoffnung nicht aufgegeben, dass dort wieder produziert werden kann und sie so wieder eine Arbeit finden. Ganz vorne dran bei denen, die sich eine goldenen Zukunft erträumen ist der Vater von Ana. Mohsen trifft die Ex-Kugelstoßerin, groß, blond, kräftig, in die er sich sofort verliebt. Um der Vegetarierin nicht vor den Kopf zu stoßen, erzählt Mohsen, sein Vater sein im Textilgeschäft tätig, worauf bei Anas Vater die Hoffnung aufkeimt, mit dem „reichen Textilunternehmer“ endlich den Schlüssel für den wirtschaftlichen Aufschwung in der Hand zu halten. Als auch noch seine Eltern im dicken Mercedes vorfahren nehmen die Dinge ihren unglückseligen Gang. Mohsen bleibt nichts übrig, als die Legende immer weiter zu spinnen und die bunte Seifenblase wächst und wächst, bis sie endlich platzt. Mohsen gibt aber nicht auf und kämpft um die Liebe seiner Ana. Am Ende gibt es ein Happy End mit orientalischer Märchenhochzeit.

Sicher kann man „Salem Aleikum“ vorwerfen, nicht allzu realistisch zu sein. Auf der anderen Seite gelingt es dem Film mit seinen Stereotypen doch, die Figuren gut nachvollziehbar zu machen. So wirken auch manche ausländer- oder ossifeindlichen Sprüche nicht so hart, wei in einem realen Film, sondern entlarven sich als das, was sie sind: hohle Formeln zur Abwehr des Andersartigen. Wie in einem guten Märchen zeigen sich auch diejenigen, die die meiste Zeit eher unsympathisch erschienen als gute Menschen, so wenn Mohsens Vater Anas Vater erzählt, dass er immer nur übertriebene Geschichten erzählt, weil seine Phantasie das Einzige war, was er Jahre zuvor nach Deutschland mitbrachte.
Ganz besonders gelungen fand ich an Mohsens Figur den Einfall, dass der jungenhaft wirkende Mann sich immer wieder als weiser Berater anderer zeigt, so wenn er der Friseuse einen entscheidenden Satz sagt, der später ihr Leben verändern wird. Mohsen ist sicher eher ein Träumer als ein Philosoph, doch genau das hebt ihn so heraus: Er sieht mit dem Herzen. Und in Ana hat er sein Gegenstück gefunden auch wenn eigentlich alles gegen diese Beziehung spricht.

Humorvolles Wohlfühlkino für die ganze Familie.


Iron Sky – Nazis from the Dark Side Of The Moon

Februar 13, 2012

Wer sich ein wenig mit Verschwörungstheorien bzw. in der Ufoszene auskennt, der hat sicher schon einmal etwas von Nazi-Ufos gehört. Es gibt zahllose Verfechter der Theorie, im Dritten Reich wären bereits flugfähige Raumfahrzeuge hergestellt wurden. Es kursieren auch einige Bilder von den Nazi-Raumschiffen. Fakt ist auf jeden Fall, dass die Deutschen mit dem Bau der Waffensysteme V1 und V2 einen nicht unwesentlichen Teil zur Eroberung des Weltalls beigetragen haben, schließlich war die V2 der erste Flugkörper, der in den Weltraum vordrang. Auch die Entwicklung von Düsen- und Raketenflugzeugen der Nazis ist nachweisbar, ebenso wie ein tragisch endender Versuch einer bemannten Raketenmission. Viele der Wissenschaftler, die an diesen Programmen arbeiteten, wurden nach dem Krieg von den Siegermächten „zwangsrequiriert“ und arbeiteten am amerikanischen bzw. am sowjetischen Raumfahrtprogramm mit.


Eines der typischen Nazi-Ufo-Videos…

Glaubt man den Vorstellungen ausgewiesener Ufologen, waren die Nazis schon viel weiter. Nicht nur, dass sie bereits flugfähige Raumfahrtzeuge besaßen, diese basierten auf physikalischen Prinzipien, die noch immer kein Allgemeinwissen sind. Stichwort Antigravitationskraft. Spätestens an dieser Stelle verlässt das Thema den Boden der Realität und schwebt schwerelos hinüber ins Reich der Legenden. Was die Anhänger der Nazi-Ufo-Theorie nicht daran hindert, zu glauben, dass Adolfs Krieger wahlweise nach Neuschwabenland am Nordpol, ins Innere der Erde (Hohlwelttheorie) oder nach Aldebaran entflogen sind.

Der finnische FilmIron Sky“, der übrigens nur Dank eines Fundraisings, d.h. Durch die Geldspenden zahlreicher Unterstützer gedreht werden konnte, nimmt die Legende auf und spinnt sie fort. Die Nazis sind dem Untergang entronnen und haben sich auf der dunklen Seite des Mondes angesiedelt. Dort haben sie eine Raumflotte aufgebaut, um im Jahr 2018 die Erde zurück zu erobern. Der Film, der gerade auf der Berlinale seine Premiere feierte (leider waren die Karten schon lange weg), ist eine Sci-Fi-Komödie, die man nicht allzu Ernst nehmen sollte. Absehbar ist jedoch, dass es in Deutschland heftige Diskussionen über den Film geben wird, denn da es sich um Nazis dreht, sind auch zahllose Hakenkreuze zu sehen.


Ähnlichkeiten zu den „historischen“ Nazi-Ufos sind rein zufällig

„Iron Sky“ ist aber nicht viel mehr als gute Unterhaltung, die mit unserer Faszination für dunkle Geschichten spielt. Ich freue mich auf jeden Fall schon darauf, das Werk zu sehen. In diesem Sinne:

„We Come In Peace!“

Iron Sky