In „Haven“ everything is fine…

Gestern blieb ich mal wieder etwas länger vor der Glotze sitzen und so landete ich beim Durchzappen auf RTL2. Dort stand eine Doppelfolge der Mysteryserie „Haven“ auf dem Programm. Zum Glück wusste ich nicht, dass es sich um ein Genreprodukt handelt, denn die meisten dieser Elaborate, wie etwa „Supernatural“ kann man selbst mit gutem Willen nicht wirklich Ernst nehmen. Das Interessante an „Haven“ war jedoch, dass es eien ganze Weile dauerte, bis ich überhaupt mitbekam, dass es sich hierbei um „Mystery“ handelt.

Die auf dem Stephen-King-Roman „Colorado Kid“ basierende Serie kam lange Zeit wie eine klassische Detektivgeschichte daher und verzichtete auf die häufig bei einem Horrorfilm verwendeten Angst-mach-Effekte. Die junge FBI-Agentin Audrey Parker (Emily Rose), die den Tod eines Ex-Sträflings untersuchen soll, stößt bei ihren Ermittlungen in der kleinen Stadt Haven an der Küste Neu-Englands auf seltsame Ereignisse. Offensichtlich können viele Menschen hier ungewöhnliche Dinge. Ein Referent, der allein durch seine Wut die Agentin viele Meter weit schleudert oder eine Frau, die aufgrund emotionaler Verwicklungen regelrechte Unwetter auslöst sind nur zwei Protagonisten in dieser Geschichte. Sehr angenehm am bisherigen Geschehen empfand ich, dass hier keine Gestalt des „absolut Bösen“ auftritt oder irgendwelche Geheimverschwörungen im Gange sind. Die Figuren bleiben nachvollziehbar – der herrische Referent, die verletzte Frau, die um ihren aus einer Erbschaft resultierenden Reichtum betrogen werden soll, der Heranwachsende, der seine Eltern bei einem Autounfall verloren hat und sich für ihren Tod verantwortlich fühlt. Da braucht es keine Ufos oder obskure physikalische Phänomene. Es geht um ganz normale Menschen mit typischen Problemen, nur dass all die inneren Konflikte, die sonst jeder im Stillen oder lautstark mit sich selbst austrägt, hier aufgrund der besonderen Fähigkeiten die Außenwelt beeinflussen.

Ob ich mir die Serie regelmäßig anschauen werde, das weiß ich noch nicht sicher. Schlecht fand ich diesen ersten Teil jedenfalls nicht. Ein gelungener Kunstgriff der Geschichte ist auch, dass Hauptheldin Audrey Parker selbst eine persönliche Verbindung zu Haven hat. Das Bild einer Frau aus den 1950ern oder 1960ern sieht ihr so ähnlich, dass die als Waisenkind Aufgewachsene hier ihre Wurzeln finden könnte. Ein Thema, das sich sicher durch die restliche Serie zieht und immer für Spannung sorgen wird – kann Audrey das Geheimnis ihrer Herkunft ergründen?

PS: Im Anschluss schaute ich noch ein wenig „Warehouse 13“, eine Serie um magische Artefakte aber die fand ich dann nicht ganz so gelungen. Wahrscheinlich ist es da auch zu spät, erst mit der zweiten Staffel ins Geschehen einzusteigen…

PPS: Für alle, die die der Titel dieses Beitrags an etwas erinnert, die aber nicht wissen was… In heaven everything is fine.

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