Erde ohne Menschen

Vorgestern bin ich beim Zappen – auf den „normalen“ Programmen kam natürlich wieder mal nichts – auf ntv hängen geblieben. Dort lief ein Teil der US-Dokumentation „Zukunft ohne Menschen“ (Life after people). Die mittlerweile zehnteilige Serie des History-Channels ging der Frage nach, was wäre, wenn es plötzlich keine Menschen mehr auf der Erde gäbe? Die Antwort, die in Thesen von Wissenschaftlern vorgetragen wurde, ist so einfach, wie ernüchternd: Ein Großteil unsere kulturellen Errungenschaften, auf die wir so stolz sind wären bereits nach wenigen Jahrzehnten oder Jahrhunderten vom Erdboden verschwunden. Pflanzen würden Straßen und Highways aufbrechen und überwuchern, große Bauwerke durch Wind und Wetter erst beschädigt, dann zerstört. Am Beispiel von Angkor Wat wurde gezeigt, wie Bäume in nur fünf Jahrhunderten das Mauerwerk regelrecht zersetzen, Termiten die Holzverschalung wegfressen und so den nackten Stein der Verwitterung preisgeben.

Der gigantische Plastikstrudel im Pazifik hingegen würde noch nach vielen Jahrhunderten von der Existenz der Menschheit küngen. Wenn in Städten wie Washington kaum noch ein Stein auf dem anderen steht, entfaltet diese Hinterlassenschaft erst ihr ganzes tödliches Potential, denn der sich nach langer Zeit zersetzenden Plastikmüll setzt beim Abbau Giftstoffe frei.. So würden die Menschen selbst noch Jahrhunderte nach ihrem Verschwinden die Natur schädigen.

Und was lernen wir aus der Doku: All die Objekte unserer Eitelkeit werden uns nicht allzu lange überdauern. Unsere Fehler wirken jedoch noch nach, wenn längst kein anderes Zeugnis mehr von der menschlichen Existenz kündet…

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