Product Placement im Fernsehen

Bald ist es soweit (genauer gesagt am 1. April) und „Product Placement“, das gezielte Einbauen von Werbebotschaften wird im deutschen Fernsehen erlaubt. Mit anderen Worten: Der Bierbrauer X kann dem Sender Y Geld dafür geben, dass er in seiner Serie Z nicht irgendein Bier trinkt, sondern eine Marke aus dem Hause X. Das ist Sponsoring der besonderen Art, denn im Gegensatz zu direkt übermittelten Botschaften („Kauft unser Bier, denn es ist das Süffigste!“) schleicht sich die Werbeaussage beim Product Placement quasi übers Unterbewusstsein ein. Der tolle Serienstar trinkt den Gerstensaft von Firma X, also wähle ich absichtlich oder von inneren Zwängen angetrieben diese Marke beim nächsten Einkauf, um ebenfalls so hip zu sein wie mein Idol etc. Wer sich ein wenig mit Marken auskennt, der kann hier mit Begriffen wie Social Branding und Sympathiewerten reden. Das klingt gut, meint aber am Ende nichts anderes, als dass diese Werbeform dabei hilft, ein positives Image für eine Marke aufzubauen. Das Bier wird dann zum Beispiel als „erfolgreich“ oder „jugendlich“ empfunden.
Zudem ist Product Placement als Werbung recht effektiv, weil es quasi nebenbei stattfindet und die häufig als störend empfundene Werbeunterbrechung umgeht. Auch fühlen sich viele Konsumenten genervt von all diesen „das müssen sie probieren“-, „das ist ja so toll“- und „das sollten sie haben“-Ansagen der klassischen Fernsehspots.

In der Vergangenheit war es wiederholt zu „Skandälchen“ gekommen, weil gerade in öffentlich-rechtlichen Sendungen immer mal wieder das eine oder andere Produkt mit dem Etikett voran ins Bild gerückt wurde. Jetzt gibt es also klare Regelungen auch für die privaten Sender. Eine klitzekleine Hürde bleibt selbstverständlich bestehen: „Die Produkte dürfen nur aus überwiegend programmlich-dramaturgischen Gründen eingebaut werden“, Schleichwerbung bleibt verboten. Also dem Serien-Held ist nicht erlaubt zu sagen: „Ich trinke Pubsi-Cola, weil sie so toll bläht, äh schmeckt.“ Wenn er seine Brause schweigend geniest, ist alles OK.

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One Response to Product Placement im Fernsehen

  1. […] Abteilung für gezielte Produktbewerbung die passenden Partner in der Industrie. Das so genannte Product Placement bringt Vorteiele für beide Seiten: Kostenersparnis für die Filmmacher, Werbung für die […]

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