Home – Schützt unsere Heimat

Seit die Menschen fliegen können, ist ihnen erst richtig bewusst geworden, wie schön Ihr Planet ist. Und seit sie im All waren, haben sie seine Einzigartigkeit und Verletzlichkeit erkannt. Wahrscheinlich war es schon 1961 höchste Zeit für dieses Bewusstsein. Heute, fast 50 Jahre später, könnte es sein, dass wir auf dem Weg der Zerstörung von „Mutter Erde“ schon so weit fortgeschritten sind, dass künftige Generationen diese Faszination nicht mehr nachvollziehen können.
Noch ist es allerdings nicht so weit und „Home“, der Film von Yann-Arthus Bertrand, zeigt wenn auch dank Falschfarben ein wenig aufgehübscht , wie wundervoll unsere Natur ist. Noch. Denn die Menschen haben gerade in den letzten anderthalb Jahrhunderten ihre Umwelt so dramatisch verändert, dass vielerorts das natürliche Gleichgewicht gestört ist und (zumindest auf längere Zeiträume hin) irreparable Schäden entstanden sind. Um dies zu verdeutlichen verwendet Bertrand eine extrem emotionale Bildersprache, der sich eigentlich niemand entziehen kann. Die Vergleiche mit dem legendären Koyaanisqatsi treffen ins Schwarze, obwohl sich „Home“ nicht allein auf das Optische verlässt und mit eindringlichen Worten das Ausmaß der menschengemachten Zerstörung beschwört. Doch die Autoren zeigen sich nicht pessimistisch in dem Sinne, dass es sowieso schon zu spät ist. Sie fordern eine sofortiges Handeln. Gute Ideen sind vorhanden, die Technologien sind da, sie müssen nur zum Einsatz kommen. Ein wenig zu optimistisch das Ganze oder wie es im Film heißt: „It’s to late to be pessimistic!”

Allein an das Gute im Menschen und an seine Einsicht in die Notwendigkeit zu glauben wird nicht genügen. Die Sponsoren des Films sind namhafte Unternehmen. Wer wenn nicht sie kann so effektiv Einfluss auf die Regierungen nehmen, die die Forderungen in Gesetze gießen und mit gezielten Rahmenbedingungen wie Steuern Entwicklungen beeinflussen können? So großartig der Film ist – und das ist er zweifellos – wenn die Wirtschaft die Rettung des Planeten nicht über den Profit setzt, dann werden wir scheitern.
Doch wer bitte sehr ist diese Wirtschaft? Auch die Lenker von Großkonzernen sind Menschen, die gern in einer intakten Umwelt leben und für ihre Kinder eine positive Zukunft erhoffen. Und nicht zu vergessen, dass jeder Einzelne als Kunde und Arbeitnehmer ebenso wie als Staatsbürger die Geschicke der Wirtschaft und damit auch unserer Gesellschaft in der Hand haben.
Schöne Bilder allein werden nicht ausreichen auch wenn sie bei Manchem vielleicht ein Umdenken bewirken. Als Bürger der westlichen Zivilisation werden wir die Hauptlast tragen müssen, durch den Verzicht auf Unnötiges und die Einschränkung auf das Wesentliche. Diese Botschaft fehlt dem Film leider…

Den Film anschauen könnt Ihr hier. Mehr über das Projekt erfahrt ihr hier.

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