Das gelbe Segel

Dezember 12, 2013

Im Fernsehen hatte ich jetzt Gelgenheit, „Das gelbe Segel“ zu sehen. Ein sehr untypischer amerikanischer Film über einen Mann, Brett Hanson (William Hurt), der nach sechs Jahren aus dem Gefängnis kommt und sich auf den Weg zurück zu seiner Frau May (Maria Bello) macht. Bei einem Streit mit ihr hat er einen Mann erschlagen, der May zu Hilfe kommen wollte.
Auf seinem Weg begleiten ihn zwei Teenager, die nach Zuneigung suchende Martine (Kristen Stewart) und der kindisch-überdrehte Gordy (Eddie Redmayne), der sich überall fehl am Platze fühlt. Die Drei wachsen auf der Reise zusammen, Martine und Gordy werden schlussendlich sogar ein Paar.
Der Film lebt von seinem ruhigen Tempo, der beeindruckenden Landschaft des amerikanischen Südens, den realistischen Szenen aus dem Leben des Protagonisten und den vielen Rückblenden, die Bretts Beziehung mit May beleuchten und erklären, wie es zu dem Totschlag kam. Brett zeigt sich dabei als schicksalsergebener Mensch, der die Dinge nimmt, wie sie sind, der auch keine Entschuldigung für seine Tat sucht. Als er ins Gefängnis kommt, gibt er May frei. Doch seine Liebe ist stärker, er will sie suchen und schauen, ob sie das gelbe Segel gesetzt hat, ihr vereinbartes Zeichen, dass sie sich eine gemeinsame Zukunft vorstellen kann. Doch dort, wo May mal gelebt hat, findet Brett sie nicht mehr und auf den letzten Metern will er aufgeben. Zum Glück sind Martine und Gordy an seiner Seite…


Der Hobbit: Smaugs Einöde

Dezember 12, 2013

Böse Rezension von Rüdiger Suchsland zum neuen Hobbit Film. Tei 1 war bei ihm auch schon schlecht weggekommen.

Von Hitler zum Hobbit | Telepolis

„Aber Jackson und MGM haben in Tolkien längst eine perfekte Gelddruckquelle entdeckt, pressen den Stoff daher aus bis zum Geht-nicht-mehr und setzen zu Recht auf den nie versiegenden Appetit der Tolkinisten auf Neues aus Mittelerde, auf die Blindheit und zum Teil Dummheit der Fans dafür, wie ihre Begeisterung ausgenutzt und vor den Karren einer Gelddruckmaschine gespannt wird.“

Insbesondere Regisseur Peter Jackson bekommt sein Fett weg: „Dieser Regisseur versteht es nicht, Spannungsbögen aufzubauen, Ellipsen zu konstruieren, zusammenzuführen, er reiht einfach aneinander. Seine Filme ähneln einer Fernsehserie, und sie sehen auch so aus. Und auch das Prinzip der Wiederholung hat er von ihnen geborgt.“

Da ich kein Tolkin-Fan bin, werde ich mir das Ganze sicher nicht im Kino anschauen. Falls der Film mal im Fernsehen läuft, gebe ich ihm eine Chance. Da kann ich wegschalten, wenn’s mir auf den Senkel geht und Geld kostet es auch keins extra. Die erwähnte Materialschlacht durfte ich im Kino-Trailer sehen aber sowas reißt ich ehrlich gesagt nicht vom Hocker. Der Trailer ist eher eine Öde 🙂


Unsere Mütter, unsere Väter

März 18, 2013

Gestern Abend lief im ZDF der erste Teil der Trilogie „Unsere Mütter, unsere Väter“. Er erzählt die Geschichte von fünf Freunden im Deutschland des Jahres 1941, die zusammen aufgewachsen sind und sich nun trennen. Die Brüder Friedhelm und Wilhelm müssen als Soldaten es an die Ostfront, auch Nesthäkchen Charlotte, dient dort als Krankenschwester. Greta versucht derweil in der Heimat ein Star zu werden, ihr Geliebter Viktor ist Jude. Für ihn gibt es in dem „neuen Deutschland“ der Nazis keinen Platz.
Der Film beginnt mit der Abschiedsfeier der fünf und dem Versprechen, sich zu Weihnachten wieder in Berlin zu treffen. Doch es kommt alles anders, als sich die fünf vorgestellt haben.

Der Titel des Filmes mag etwas unglücklich sein und auch setzt der Film etwas spät an, so erfährt man nichts über die Vorgeschichte des Quintetts, doch zeigt er recht eindrücklich, dass für die Träume der jungen Leute in Zeiten eines barbarischen Krieges kein Platz ist. Und, wer wie Greta doch die Chance hat, seinen Weg zu gehen, der kann dies nicht tu, ohne sich die Finger schmutzig zu machen und sich zu verkaufen. Und wie sagt es Friedhelm so deutlich: „Der Krieg wird nur das Schlechteste in uns zum Vorschein bringen.“

Sehr eindrucksvoller deutscher Fernsehfilm, dessen zweiten und dritten Teil (heute und am Mittwoch, jeweils 20.15h im ZDF) ich sicher nicht verpassen werde…


Fernsehen im Internet

Januar 9, 2013

Anfang des Jahres sorgte die neue Gebührenordnung zur Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für einigen Ärger, bedeutete sie doch, dass alle Haushalte die Rundfunkgebühr zahlen müssen, auch die die das Angebot nicht nutzen sowie diejenigen, die sich bisher davor drücken konnten. Nun kann man dazu stehen, wie man will, für das Geld bekommt der Kunde etwas. Seit 3. Januar ist das Erste Deutsche Fernsehen kostenlos im Internet abrufbar. Unter live.daserste.de bzw. mobil unter m.daserste.de können Interessierte jederzeit live ins ARD-Programm schauen.

Auf dem Streaming-Zug springt momentan auch Axel-Springer auf. Der Großverlag bietet für 8,99 Euro im Monat „Serien- und Film-Highlights“ unter dem Namen „Bild Movies“ an.


V wie Vendetta…

Dezember 21, 2012

Versetzen wir uns in ein fiktives Großbritannien der Zukunft, wo „V“ sein Leben der Befreiung der Mitbürger verschrieben hat. „V“ ist ein belesener und intellektueller Mann, der aber zugleich auch sehr rachsüchtig und brutal ist. Angetrieben von seiner persönlichen Vergeltungssucht will er maskiert die Führungsriege des totalitären Regimes mit gezielten Anschlägen zur Strecke bringen. Damit will der maskierte „V“ das Volk befreien, welches vom Regime bedingungslos ausgebeutet und tyrannisiert wird. Auf der Suche nach dem Geheimnis von V entdeckt Evey ihre eigene Vergangenheit und entwickelt sich dadurch zu einer wahren Verbündeten des Rächers. Sie unterstützt V bei seinem Ziel, Freiheit und Gerechtigkeit zurückzugewinnen.

Welche Bedeutung hat die Vendetta Maske für die Menschen von heute?

Guy Fawkes war der „Erfinder“ der Maske, die V im Film V wie Vendetta trägt. Auch er ist ein Freiheitskämpfer oder ein Terrorist, der vor rund 400 Jahren das englische Parlament samt dem König in die Luft sprengen wollte. Heute ist die Maske von Guy Fawkes ein Symbol der Web-Guerilla Anonymous und auch ein echter „Zankapfel“. Immer mehr Länder verbieten das Tragen der Maske, gerade erst wurde sie in Dubai verboten.

Verbot der Guy Fawkes Masken in Dubai

Die beliebten Guy-Fawkes-Masken, die aus dem Film „V wie Vendetta“ sowie von den Netzaktivisten Anonymous und deren Sympathisanten bekannt ist, wurde jetzt in den Vereinigten Arabischen Emiraten verboten. Wer sie trägt, kann verhaftet und vernommen werden, selbst der Besitz ist strafbar. Doch, wenn man bedenkt, dass hinter den Masken Anonymous und damit zahllose Computerfans stecken, dnn ist fraglich, ob dies wirklich eine so gute Idee war. Denn auch die Scheichs besitzen Computer, haben Webauftritte und Firmen, die ihre Geschäfte über das Internet abwickeln. Da gibt es sicher eine Vielzahl an Angriffspunkten, von „delikaten E-Mail“ bis hin zu Geschäftsgeheimnissen, die besser solche blieben. Werden die Tasten der Anonymous-Hacker also bald klackern und die Web-Gemeinde kann sich auf ein paar unterhaltsame DdoS-Veranstaltungen freuen sowie eventuell Enthüllungen von Details aus dem privaten und/oder geschäftlichen Leben der mächtigen Scheichs erfreuen? Da heißt es nur abwarten.


Wider die bösen Filesharer – Oder wem nützt die Schließung von MegaUpload

November 29, 2012

Ich gestehe, ich habe noch nie Filme aus dem Internet geladen. Zum einen bin ich technisch nicht so bewandert, als dass ich nicht befürchten müsste, mir irgendwelche Schadsoftware einzufangen. Zum anderen ist es mit den Filmen ähnlich wie mit den Musikstücken – fängt man einmal mit dem Download an, ist man irgendwann nur noch am „saugen“, anschauen bzw. anhören kann man sich das so Gesicherte dann jedoch kaum noch, weil es schlicht und ergreifend einfach zu viel wird.
Ich will an dieser Stelle gar nicht die unselige Diskussion zum Urheberrecht aufmachen. Selbstverständlich ist es illegal, sich Filme kostenlos aus dem Netz herunterzuladen, es sei denn der Rechteinhaber selbst macht dies möglich oder gestattet dies z.B. einer bestimmten Plattform. Ausnahmen bilden die Filme, bei denen die Rechte bereis ausgelaufen sind. So kann man bei Archive.org über eine Million rechtefreie Filme downloaden, logischerweise sind das nicht die neuesten Hollywood-Blockbuster, sondern vor allem Klassiker und fast vergessene Perlen der Filmgeschichte.

Nun aber zum eigentlichen Thema und das heißt konkret MegaUpload. Die Filesharing-Plattform galt bis zu ihrer Abschaltung als einer der größten „Umschlagplätze“ für illegal kopierte Filme. Die Film- und Rechteindustrie beklagte hohe Verluste und sorgte dafür, dass dem Treiben ein Ende bereitet wurde. Eine Studie der Wirtschaftswissenschaftler Dr. Jörg Claussen und Christian Peukert kam jedoch zu einem Ergebnis, das den Größen der Branche wenig gefallen dürfte: Die Abschaltung von MegaUpload hat sich auf die Kinoeinnahmen gar nicht, eventuell sogar negativ ausgewirkt. In einem Interview für die Süddeutsche Zeitung erläutern Claussen und Peukert ihre Ergebnisse. Zentrale These darin: Mainstream-Filme haben von der Abschaltung profitiert, für kleine Filme wirkt sich der Mangel an Vorab-Informationen negativ aus, da auch die wichtige „Mundpropaganda“ wegfällt. Eine Argumentation, die mir sinnvoll erscheint. Hinzu kommt, dass sich kleine Filme oftmals anspruchsvolleren Themen widmen, so dass sich für den Cineasten eine Zweitbegutachtung im Kino lohnt. Während viele Blockbuster auch mit grandiosen digitalen Effekten kaum über die schwachbrüstige Story hinwegtäuschen können. Man denke da nur an den Hollywood-Streifen „The Incredible Hulk“, der 2008 viele Fans des grünen Superhelden enttäuschte.
In Summe stellt die Schließung von Filesharing-Börsen insbesondere für echte Cineasten bzw. Musikliebhaber den größten Verlust dar, denn oftmals sind die nämlich genau nicht auf der Suche nach dem heißesten Scheiß, sondern nach den kleinen Perlen in der großen braunen Masse. Wer zum Beispiel einen australischen oder norwegischen Film haben will, der es hier nicht mal in die Kinos geschafft hat oder vielleicht nur auf ein, zwei Festivals lief, dem bleibt nur, sich für teures Geld (wenn vorhanden) die DVD aus dem Ausland schicken zu lassen. Und dass können sich nicht alle Filmfans leisten bzw. auch die, die nicht so aufs Geld achten müssen, kaufen die Katze nicht unbedingt im Sack.

Fazit. Lässt man mal die Rechtesituation außer Acht, hilft die Schließung der Filesharing-Börsen vor allem den großen Produktionsfirmen, denn ein wichtiger aber nicht so lautstark beworbener Teil des Angebots verschwindet vollständig vom Radar der potentiellen Kundschaft.


Spiel-Eindrücke auf YouTube sammeln

September 18, 2012

Ob sich der Kauf eines Games oder die Anmeldung bei einem bestimmten Spiel lohnt, ist eine Frage die sich viele Computerspiel-Fans sicherlich immer mal wieder stellen. Schließlich möchte man weder Geld noch Zeit umsonst investiert haben und einen möglichst hohen Grad an Spielspaß genießen. Von daher holen sich viele Gamer im Vorfeld erst einmal sorgfältig Informationen ein. Eine Methode ist da sicherlich das Lesen von entsprechenden Testberichten. Eine andere Variante wären aber auch so genannte „Lets-Play Videos“ auf YouTube oder einfach der Trailer zu einem angesagten Spiel.

Beispiel EverQuest II

Ein Beispiel: Viele Spieler überlegen sich, ob es sich für sie lohnt, sich bei EverQuest II anzumelden. Wer mehr über das Spiel erfahren will, kann sich jedoch einfach zu YouTube verlinken lassen und sich hier den Trailer ansehen. Mit Diesem erfährt man in nur 40 Sekunden, worum es grob in dem Spiel geht, bekommt ein paar grafische bzw. optische Eindrücke präsentiert und generell die wesentlichsten Informationen. Ein solches kurzes Video kann also schon ausreichen, um eine Idee von EverQuest II oder irgendeinem anderen Game zu bekommen. Das Lesen eines Testberichtest nimmt da wohl deutlich mehr Zeit in Anspruch und zudem fehlen die bildlichen Eindrücke weitestgehend.

Lets Play Videos

Mit einem Video ist es also möglich, in dieser Hinsicht viel mehr Eindrücke und Informationen in kürzerer Zeit aufzunehmen. Wem kurze Trailer dazu noch nicht reichen, der kann sich auf YouTube und Co auch so genannte „Lets Plays“ ansehen. In diesen Filmschnipselchen testen Spieler das entsprechende Game live an und filmen das Spielgeschehen für den Zuschauer einfach ab. Dadurch dass man hier einem anderen Gamer beim Spielen zusieht, entsteht ein brauchbarer Gesamteindruck,

Videos und Trailer zu Games sind daher der ideale Weg um sich zu informieren und eine sehr gute Ergänzung zu ausführlichen Testberichten. Interessiert man sich für ein bestimmtes Spiel, so ist YouTube sicherlich eine gute Anlaufstelle.